Vortragsreihe 2021: Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

Alternativ zu unseren jährlichen Tagungen bieten wir im Frühjahr 2021 eine virtuelle Vortragsreihe an:


Feindselige Einstellungen gegenüber Menschen unterschiedlicher sozialer, religiöser und ethnischer Herkunft haben häufig mit einer angenommenen oder tatsächlichen Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen zu tun. Pauschal werden diesen Gruppen Eigenschaften attestiert, die ohne Beachtung der Person auf sie übertragen werden:
 
  •  Moslem? Terrorist! 
  •  Langzeitarbeitslos? Faulenzer! 
  •  Sinti oder Roma? Krimineller!
 
Die Liste dieser pauschalisierenden Abwertungsphänomene ist lang. Sie reicht vom Antisemitismus, Sexismus, Islamfeindlichkeit und Homophobie bis zur Abwertung sozial Benachteiligter (Obdachlose, Behinderte etc.). Das Schema ist indes stets gleich: Angenommene Urteile über Eigenschaften dieser Gruppen werden auf das Individuum übertragen und führen zu einer feindlichen Haltung ihr gegenüber. Das führt zu genereller Intoleranz, Abwertung und Diskriminierung.
 
Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist ein Begriff, der diese Phänomene zusammenfasst, beschreibt und zu erklären versucht.
 
  •  Wie subtil sind die Formen dieser Diskriminierungen?
  •  Sind „wir“, die vermeintlich Guten, Toleranten, wirklich frei davon?
  •  Wie und von wem werden Diskriminierungstaktiken gesellschaftlich und politisch genutzt? Und wie lassen sich menschenfeindliche Tendenzen überwinden und bekämpfen?
Das sind die Fragestellungen, denen sich unserer virtuellen Vortragsreihe aus der Veranstaltungsreihe „Kultur des Zusammenlebens“ widmen wird.